Pontiac Firebird & Chevrolet Camaro

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F-BODY im Motorsport

Die Pony Cars der Sechziger Jahre waren damals auch auf Rennstrecken zu finden und hielten damit die Maxime hoch: "Race on Sunday, sell on Monday" Frei übersetzt: "Am Sonntag Rennen gewinnen, sich am Montag gut verkaufen". Anders als heute richteten sich damals die Verkaufszahlen im Automobilhandel stark nach den Rennerfolgen der verschiedenen Hersteller. Renntage waren immer Sonntage, am Montag sollten die Kaufinteressenten ins Autohaus stürmen und Verträge unterzeichnen. Der sportliche Fahrer wollte an der Ampel seinen Nebenmann stehen lassen können, es glich fast einer Aufrüstung im Militär. Die PS Zahlen wuchsen in schwindelerregende Höhen, die Hubräume wurden immer grösser.
Riesige Motoren - zumindest für solch kompakte Wagen!

Doch zurück an die Rennstrecke. Konkret zur Trans Am Rennserie des Sports Car Club of America (SCCA). Ein typisches Starterfeld bildete sich aus Mustangs, Camaros, Challengers, Javelins, AMX's und Barracudas.Alles kompakte, sportliche Autos die der Konsument bei seinem Dealer bestellen konnte. Wenngleich nicht immer mit den gleichen technischen Raffinessen.
In dieser spezifischen Rennserie wurden die Motoren reglementiert auf 5,0 Liter Hubraum, Viergang-Schaltgetriebe und acht Zoll breite Felgen. Es gibt auch heute noch eine "Vintage" Trans Am Serie, in der zeitgemäss getunte Wagen antreten mit Baujahren zwischen 1966 und 1972.

Die Begründer des Camaros wollten ebendiesen mittels Erfolgen auf der Rennstrecke promoten. Der Camaro wurde anfangs mit einem 327 cubic-inch (5,3 Liter) grossen Aggregat ausgeliefert. Dumm nur, dass das Reglement der Trans Am Serie maximal 305 cubic-inch (5 Liter) grosse Motoren zuliess.


Camaro verfolgt von Porsche

Der erste Prototyp des Camaros der bei der Trans Am Rennserie teilnehmen sollte wurde im August 1966 von Vince Piggins' Product Promotion Group zusammengestellt. Dieser Wagen wurde befeuert von einem stark modifizierten (283 cui) 4,6 Liter Small Block V8, der sich seit Jahren im Chevrolet Regal befand. Bald war klar, dass man mit einem 327 cui Block und einer 283 cui
Kurbelwelle aber am nähesten an das 305 cui Reglement herankommen würde.
Daraufhin wurde aber intensiv an einem 302 cui Motor entwickelt. Einer davon wurde in einen weiteren Prototypen installiert, das Camaro Sport Coupe mit dem Option-Code "Z-28". Dies war im November 1966. Drei Wochen später konnte man den Wagen schon so bestellen.
 Dieser Z-28 Camaro war in den folgenden Trans Am Rennen sehr erfolgreich und fuhr gute Plazierungen ein.
 
Die Firebirds dieser Zeit wurden mit denselben Motoren gefahren. Änderungen im Reglement gingen in weiterer Folge zu 4 Scheibenbremsen rundum, Ram-Air Systeme usw... Die hochverdichtenden Motoren von damals leisteten um die 450 PS.
1996 beteiligte sich Pontiac (die Rennsportdivision von GM schlechthin) am International Race of Champions (IROC). Eine weitere amerikanische Rennserie, die auf  Super Speedways (Ovalrundstrecken) ausgetragen wurde. Äusserlich waren sie als Firebirds zu erkennen, unter der Haube jedoch brüllten Chevrolet Small Blocks mit bis zu 500 PS. Geschwindigkeiten jenseits der 300 km/h waren keine Seltenheit.

Natürlich fuhren F-Bodys auch auf diversen amerikanischen Salzseen Rekorde ein. So in Bonneville/Utah. Mitte der Achtziger schafft ein von der Firma Gale Banks Engineering präparierter Trans Am 418 km/h.  Später wurden Geschwindigkeiten von 432 km/h und mehr erreicht durch die perfekte aerodynamische Form der "dritten Generation" des F-Body. 1999 fuhr ein Firebird mit Biturbo 482,8 km/h schnell. Damit das erste Serienfahrzeug, das die magische Marke von 300 Meilen in der Stunde überschritt.

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