Pontiac Firebird & Chevrolet Camaro

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Feuervögel ohne Flügel

Es begann mit einem futuristischen Experimental Auto von General Motors in den Fünfzigern als das Zeitalter der Raketen und Düsenflugzeuge herrschte. Dieses war aber nur der Namensträger des zukünftigen Muscle Cars das 1967 geboren wurde. Der Firebird I mit der Typenbezeichnung XP-21 (oben im Hintergrund und unteres Bild) wurde von General Motors im Jahre 1954 als Turbinengetriebenes Experimentalfahrzeug entwickelt um das Potential einer Gasturbine an einen Auto zu erproben.


XP-21 Firebird I

Angetrieben mit Kerosintreibstoff brachte das Triebwerk eine Leistung um die 370 PS bei sehr geringen Eigengewicht. Es war das erste amerikanische Fahrzeug mit Turbinenantrieb und erst der Anfang einer grossen Entwicklung.

Denn die Forschung ging weiter und führte sich gleich 2 Jahre später 1956 in der Entwicklung des Firebird II fort. Nicht nur das die Betriebstauglichkeit des Fahrzeuges verbessert wurde, bekam dieses Modell auch 4 Sitzplätze um das Konzept familienfreundlicher zu machen. Die vorderen Sitze waren drehbar und der Innenraum war seiner Zeit weit voraus. Man konnte das Fahrzeug mit einem Joystick in der Mittelkonsole steuern und durch eine Fernsehkamera im Heck benötige man keinen Rückspiegel sondern blickte einfach auf einen Bildschirm im Cockpit.


Firebird II

Neben hydraulisch verstärkten Scheibenbremsen an allen vier Rädern und einer Delco-Matic Luftfederung mit Einzelrad Aufhängung wurde dieses Auto mit einem Autopilot ausgerüstet. In der Theorie konnte das Auto mit der Hilfe dieses Autopiloten durch ein 5 Zoll breites Niederfrequenz Band das auf der Strasse verlegt war geführt werden. Jedes Fahrzeug hätte seine eigene Frequenz. Auf dieses Weise würde die Position auf der Strasse automatisch von Überwachungsstationen kontrolliert und Unfälle schon voher vermieden werden. Die Zukunft lässt grüssen.


Firebird III

Alle guten Dinge sind bekanntlich Drei und General Motors entwarf 1958 den Dritten und letzten Prototyp der Reihe. Von GM wurde der Firebird III "ein Labor auf Rädern" genannt. Alle modernen Errungenschaften der Weltraumtechnik fand man an diesem Experimentalauto z.B. eine wärmeabweisende Oberfläche aus Titan und vollautomatische Bremsklappen um den Wagen aus hohen Geschwindigkeiten abzubremsen. Kein futuristisches Detail wurde vom Entwicklungsteam ausgelassen, darunter Bob McLean der später an dem berühmten DeLorean arbeitete. Dazu hatte der Prototyp sieben aerodynamische Flossen und zwei Flugzeug-Jetkanzeln die man per Ultraschall-Schüssel öffnen konnte. Auch der Autopilot "Autogilde" genannt und eine Weiterentwicklung des Steuerknüppels "Unicontrol" fanden in den Gasturbinen-Auto weiterhin ihren Platz.


 Unicontrol


Es war das einzige Showcar und das grösste Hightlight der Motorama Car Show 1959. Es war Gipfel des Automobildesigns in den Goldenen Jahren von General Motors. Der Zweck war die Wunschvorstellungen des Käufers anzufeuern und mit dem Design so weit wie möglich an das "Auto der Zukunft" zu kommen. Als Alltagstauglichkeit und Sparsamkeit keine Begriffe für die Autoentwicklung waren, zeigten diese Traumwagen das Maximum, was im Autodesign möglich war und sie tun es heute immer noch.

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