|
             
|
  |
 |
Driving
Excitement - Die Freude am fliegen
|

Auszug aus einem Pontiac Firebird
Prospekt:
"Können Sie es sich leisten, aufzufallen? Es stört Sie nicht,
interessierte Blicke auf sich und Ihr Auto zu lenken? Dann käme der Pontiac
Firebird ernsthaft für Sie in Betracht. Wo Sie auftauchen, ist Ihnen
Aufmerksamkeit sicher. Dieses sportliche Firebird Coupe ist ein typischer
Amerikaner, abgestimmt auf europäisches Fahrverhalten. Mit eleganter
Linienführung, die nicht nur gut aussieht, sondern auch die Verbrauchswerte
günstig gestaltet. Auf europäische Fahr- und Straßenverhältnisse
zugeschnitten sind die kraftvollen Motoren mit 3,1 L (6 Zyl.) oder 5,7 L (8
Zyl.), beide mit geregeltem 3-Wege-Katalysator und Lambdasonde. Motoren mit
Kraftstoffeinspritzung und hohem Drehmoment, die eine optimale
Beschleunigung ohne Anstrengung garantieren. Faszinierend die einfache
Bedienung und reichhaltige Serienausstattung. Ohne Aufpreis gibt es ein
elektronisch geschaltetes 4-Gang-Automatikgetriebe und die serienmäßig
eingebaute Klimaanlage, die immer für die richtige Atmosphäre sorgt. Und
gerade die Ausrüstung, die Ihrer persönlichen Sicherheit dient, wollen wir
uns doch nicht extra bezahlen lassen. Der Airbag ist in der Lenkradnabe
integriert."
Das Image
Der Firebird bzw. Camaro wird wie alle anderen US-Cars von allgemeinen
Klischees verfolgt, eines der grössten Klischees ist der Benzinverbrauch oder
dass die Corvette ein Zuhälter-Auto, der Camaro ein Angeber- und der
Firebird ein Abschlepper Auto ist. Erstens fahren Zuhälter keine Corvette
mehr, eher deutsche Edelkarossen (Verallgemeinerung)
und zweitens ist der Firebird wie jedes andere sportliche Auto, mit dem
Unterschied dass er bereits ab Werk mit ansehnlichen Alufelgen geliefert
wird! Jeder der
sich Alufelgen auf sein Auto montiert ist ja nicht gleich ein Angeber, es
geht nur doch darum sich mit seinem Auto individuell von der Masse abzuheben
und Spass damit zu haben. Auf "Abschlepper Auto" gehe ich gar nicht ein,
Angeber gibt es natürlich überall, egal bei welcher Automarke. Man will sich
genau von diesen Leuten abheben die solche Klischees hegen und pflegen. Ein
Firebird tut das mit seinem flotten Aussehen und sportlichen Look mehr als
jedes andere Auto. Damit können manche Leute halt nicht leben aber wenn man
es sich leisten kann aufzufallen und sich den Traum der Freiheit auf vier
Rädern im amerikanischen Style erfüllen will ist man mit dem Firebird oder
Camaro richtig dran.
Der Preis
aufzufallen!
Dieser Preis ist nicht hoch, besonders nicht wenn man mit seinem Auto, Spass
und Freude am Leben haben will. Ein Firebird ist im Grunde ausser in
Leuchtrot oder ähnlichen Farben eigentlich gar nicht so auffällig wie man
glaubt aber doch hat er seine Wirkung egal in welchen Farbton. Das Design
des Firebird ist elegant, kraftvoll und geschwungen, genau das verleiht dem
Firebird seine eigentliche Ausstrahlung die, die Blicke auf ihn zieht. Das
schöne daran ist, dass ein Firebird nur bewundernde Blicke von Menschen
bekommt die schöne Autos mögen! Denn die Leute die zu engstirnig sind,
versuchen krampfhaft und absichtlich wegzuschauen um dem extravaganten Auto
bloss kein Fünkchen Aufmerksamkeit zu schenken, damit der Fahrer nicht denkt
das man sein Auto bewundern könnte. Wie entsetzlich! Man kann deutlich
zwischen den Menschen unterscheiden, die einen lieben es, die anderen sind
zu neidisch dafür und die anderen sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt
um überhaupt irgendein Auto wahrzunehmen. Was will man mehr! Von den
Menschen die mit sich selbst am meisten beschäftigt sind kommen sogar die
besten Reaktionen wenn sie einen Firebird erblicken und von ihm aus dem
Alltag gerissen werden. Das reicht von einem netten Lächeln bis zu einem
anerkennenden "Wow". Es ist kein Preis aufzufallen sondern ein Lohn, in Form
von Bewunderung dass man so ein Auto auf der Strasse bewegt.
Das
Erlebnis
Man erlebt
mit so einem Auto mehr als mit herkömmlichen Autos. Mit Reaktionen sollte
man immer rechnen, egal wo und egal wann. Egal ob das Auto fährt oder steht.
Mir sind schon die eigenartigsten Dinge passiert z.B. das ich in einem Dorf
aus dem Firebird gestiegen bin und ich von den Leuten so angesehen wurde als
ob ich gerade von einem anderen Planeten gekommen wäre oder eine Gruppe von
Leuten die nach dem Vorbeifahren auf der Strasse wie Affen herum gesprungen
sind. Der Firebird sieht nicht nur bedrohlich aus, er ist es auch aber nur
für andere! Einmal fuhr ich auf der Autobahn mit normaler
Reisegeschwindigkeit auf der linken Spur und fast wäre das Fahrzeug vor mir
vor lauter Schreck in die linke Leitschiene gefahren als der Fahrer meinen
Firebird im Rückspiegel erblickt hat. Das ist ein Extremfall aber auch damit
muss man rechnen. Die meisten Reaktionen sind aber sehr sehr positiv, von
Jugendlichen die einem zurufen bis hin zu Frauengruppen die dem Auto laut
entgegen "stöhnen" ist wirklich alles drinnen. Letzteres passierte mir in
einer Sommernacht, in der Wiener Innenstadt, Sommernächte haben es in sich!
Am meisten verblüffen mich Kinder über ihre Autokenntnisse, sie
lassen auch ihrer Bewunderung freien Lauf. Ich bog eines Tages bei einer
Kreuzung ab, an der eine kleine Gruppe Volksschüler stand und ich bekam
stolz "Pontiac Firebird !!" zugerufen, ich staunte nicht schlecht. Kinder
gehen damit noch viel lockerer um, oft hört man "geiles Auto!" und sieht
staunende Kinderaugen. Mein Firebird ist von der vierten Generation sieht
also nicht wie der typische KITT (Knight Rider) aus, ist dafür aber Schwarz
und einmal ging ein ungefähr 7-jähriges Mädchen an dem Auto vorbei und sagte
leise aber doch hörbar "Hallo KITT" ich sah sie an und sie sagte: "Das ist
doch das Knight Rider Auto!". Kinder sind die Besten! Ob Firebird oder
Camaro, dieses Auto ist ein Publikumsmagnet, egal wie gut man das Auto auf
einem grossen Supermarkt-Parkplatz versteckt und abgelegen parkt, wenn man
zurückkommt ist die Reihe wo man steht, die vorher leer war, meistens voll
geparkt. Wenn man damit Leben kann steht dem Firebird-Kauf nichts mehr im
Wege.
Alltagstauglichkeit
Ein F-Body
ist Alltagstauglich, doch wenn man glaubt dass andere Mitbürger auf dieses
Fahrzeug mehr Rücksicht nehmen oder mehr Acht beim einparken geben der
täuscht sich gewaltig. Eher das Gegenteil ist nicht immer aber doch meistens
der Fall. Die glauben wahrscheinlich aus amerikanischen Fernsehserien dass
diese Autos total unverwüstlich sind und infolgedessen kleinste
"Beschädigungen" locker aushalten. Liebe Mitbürger dies ist nicht der Fall,
US-Cars halten zwar generell viel aus, aber nicht alles! Bei keinem anderen
Auto konnte ich so oft kleine Parkschrammen und Minikratzer immer auf das
neue entdecken wie beim Firebird. Ich hatte über Jahre eher gewöhnliche
Autos und da kamen so gut wie nie die kleinsten Parkschäden dazu! Mir kommt
es schon so vor, als dass Vandalen mehr Respekt vor diesem
Auto hätten als Parksünder, die nämlich, haben sich nicht daran vergriffen.
Wenn man eine Garage zur Verfügung hat, sollte man sie trotzdem zur
Sicherheit immer nutzen. Der Firebird ist für Landstrecken und lange
Autobahnfahrten gemacht und auch die Fortbewegung fällt ihm in der Stadt
überhaupt nicht schwer, er ist schon etwas wendig aber doch kein Kleinwagen!
Bei Sackgassen oder engen Tiefgaragen kann seine Länge (fast 5 Meter) zum
Problem werden, aber nur zu einem kleinen, man muss oft nur einmal
zurückschieben wenn überhaupt! Seine Breite ist, wie seine längere
Motorhaube alles nur Gewohnheit aber eigentlich nicht erwähnenswert, denn
Acht geben muss man im Strassenverkehr mit jedem Auto. Der einzige Nachteil
bei dieser Grösse sind meistens Parkplätze, im Grunde gilt ja das Selbe wie
für jedes Auto, entweder man findet einen Parkplatz oder nicht! Nur sehen am
Anfang, wenn man das Auto noch nicht so lange hat, grosse Parklücken doch
etwas klein aus obwohl man locker zweimal reinpasst. Aber auch das einparken
hat man mit dem Firebird schnell heraussen, für den Anfang kann man auch die
Klappscheinwerfer hochklappen, damit man ungefähr weiss wo die Front beginnt.
Die Sicht auf die Strasse ist übrigens sehr gut und wird nicht durch die
Motorhaube beeinträchtigt. Man stellt sich das oft gewaltiger vor als es
tatsächlich ist. Der Firebird ist zwar kein Transportwagen, aber trotzdem
hat er nicht so wenig Platz, wie ich finde. Neben dem Platzangebot unter der
Heckklappe gibt es noch einen zusätzlichen, grossen Stauraum über die ganze
Breite. Es passt eine Menge rein, wenn man diesen Platz intelligent nutzt
und benötigt man noch mehr Platz, lässt sich dazu einfach noch die Rückbank
umklappen. Letztens konnte ich mein Sportfahrrad darin verstauen und
ohne Probleme die Heckklappe wieder schliessen. Man muss nur wissen wie!
Spuren bleiben dank des pflegeleichten Materials bei solchen
Transportaktionen nicht zurück. Mitfahrer haben auf der Rückbank dank seiner
Länge auch Platz natürlich viel mehr Platz als auf den Notsitzen eines
Porsche 911.
Fahrspass!
Ein
Camaro bzw. Firebird ist eine Fahrmaschine, der Fahrspass wird hier gross
geschrieben. Der Firebird bietet wie es sich für ein amerikanisches Auto
gehört, viel Auto um wenig Geld. Er bietet alles was man sich nur wünschen
kann, elektrische Fensterheber, optionale Targa-Dächer, auch elektrisch
verstellbare Ledersitze, eine Klimaanlage und in der vierten Generation eine
kräftige Soundanlage mit 10 Lautsprechern und vieles mehr! Ich bin schon in
sehr vielen Autos gesessen aber in keinem anderen fühlte ich mich so mit dem
Auto verbunden und wohl wie im Firebird. Das Interface zwischen Fahrer und
Auto lässt keinen Abstand zu, man fühlt sich mit dem Auto zu einer Einheit
verschmolzen. Dasselbe passiert mit dem Auto und der Strasse. Das muss man
erlebt haben! Als ich das erste Mal ohne Targa-Dächer gefahren bin,
eigentlich 5 Minuten nachdem Kauf, fragte ich mich nach den ersten Metern
und heruntergelassen Fenstern warum man noch Cabrios produziert, weil einem
T-Tops fast das selbe Gefühl vom „Offen fahren“ geben. Freiluftherz was
willst du mehr. Dank des drehmomentstarken Motors (V6 und V8) kommt der
Firebird immer ohne Anstrengung schnell vom Fleck weg und Bergstrassen
machen ihm überhaupt keine Mühe, ganz im Gegenteil dort fühlt er sich dank
seines grossen Hubraums wohl. Optimale Beschleunigung ohne Anstrengung kann
ich nur bestätigen. Nur bei Regen und auf nasser Fahrbahn muss man beim
Anfahren mit diesem Drehmoment vorsichtiger mit dem Gasfuss sein, damit nicht
das Heck ausbricht. Das ist allerdings reine Übungssache und fällt bei einem
Automatikgetriebe noch leichter. Vor Ampelstarts braucht sich der Firebird
nicht zu fürchten, erstens weil der danebenstehende Fahrer nicht weiss ob er
es mit einem V6 oder V8 zu tun hat und zweitens hat es der Firebird nicht
nötig sich auf so etwas einzulassen. Mit einem Firebird steht man immer
"über" den Dingen im Strassenverkehr. Wenn man richtig Kraft unter der Haube
will sollte man allerdings zum V8 Triebwerk greifen! Auf der Autobahn muss
sich der Firebird auch keineswegs verstecken weder in der
Höchstgeschwindigkeit noch im Verbrauch, dort befindet sich sein Revier. Auf
gleichmässig gefahrenen Langstrecken verbraucht er noch weniger, weil der
Motor bereits im unteren Drehzahlbereich genügend Kraft zu Verfügung stellt
(2.750 U/min bei ca. 160 km/h). Seinen Fahrspass sollte man auch haben wenn
GTI Fahrer schon bei erhöhtem Tempo auf nassen Landstrassen einen unbedingt
überholen müssen damit sie auch einmal einen Firebird überholt haben und
dann langsamer vor einem weiterfahren. Nur mit einem Firebird oder Camaro
muss man niemandem etwas beweisen aber auch mit keinem anderen Auto.
Technik
und Zuverlässigkeit
Der
Firebird ist ein grundsolides Auto! Die Amerikaner setzen bei Technik auf
altbewährte und nahezu unverwüstliche Technik statt auf anfällige
Feinmechanik. Nach europäischen Massstäben sind die Teile fast
überdimensioniert und schon fast LKW tauglich. Das ist auch gut so, dank der
massiven Teile braucht man keine Angst zu haben wenn man mal mit 60 km/h auf
bzw. über eine Verkehrsinsel oder Ähnliches fährt, nicht mal die Spur
verstellt sich dabei. Der Rost ist auch nicht ein so grosses Thema, selbst
nach 10 Jahren Alltagsbetrieb im Winter findet sich wenig bis fast kein
Rost, hier kommt es nur auf die richtige Pflege an! Selbst bei Rost braucht
man sich dank der starken Teile auch keine Sorgen um das "Wegrosten" zu
machen, das würde selbst dann Jahre dauern. Langlebigkeit wird bei US-Cars
aufgrund der amerikanischen Mentalität gross geschrieben, diese Wägen
"müssen" oft so gut wie ohne Wartung auskommen. Die Motoren sind nicht
besonders "hochgezüchtet" und dadurch sehr langlebig - 200.000 KM sind für
V8 oder V6 Motor keine grosse Herausforderung (das sind beim V6 nur etwas
über 33.000 KM pro Zylinder). Der Hubraum macht sich bezahlt und der
Wartungsintervall liegt bei 30.000 km, Ölwechsel alle 15.000 km und
verbraucht praktisch kein Öl ca. 0,5 l auf 15.000 km.
Verbrauch
Das
Klischee vom Benzinfressenden Monster. Wenn man "normal" fährt verbraucht er
zwischen 9 und 13 Liter also im Durchschnitt 11 Liter und wie bereits weiter
oben erwähnt auf Autobahnen noch weniger. In dieser PS-Klasse ist das ein
guter Schnitt und die perfekte Aerodynamik rundet das noch ab. Unter
gewissen Umständen kann ein V8 etwas weniger als ein V6 verbrauchen.
Amerikanische Einspritzmotoren waren schon damals sehr modern. Die gleichen
Systeme werden auch noch heute mit grossem Erfolg verbaut. Ich war selbst
erstaunt als ich gesehen habe, dass der Verbrauch bei meinem 3,4l V6 (SFI
Digitaleinspritzung) geringer ist als bei einem älteren Opel Rekord mit 1,8l
Vergaser. Kein guter Vergleich, aber trotzdem muss ich den Firebird bei der
selben Strecke nur jedes zweite bis dritte Mal auftanken, den Opel so gut
wie jedes mal. Die Versicherung ist auch nicht so schlimm denn heutzutage
haben schon herkömmliche Turbodiesel 150 PS und mehr, ein Trend nachdem sich
die Versicherungen positiv richten.
Autor: Andreas S. - Webmaster
<- zurück
|
|