Pontiac Firebird & Chevrolet Camaro

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Erlebnisbericht eines 1992 Firebird V8 Targa

 

Zu meinem Firebird, den ich jedoch seit September 2002 nicht mehr besitze, kam ich auf relativ abenteuerliche Weise. Der Besitzer des Firebird interessierte sich bei mir für einen Hyundai Accent und erkundigte sich, ob er den Wagen bei mir in Zahlung geben könnte. Ich hatte bis dato noch keinen Kontakt mit amerikanischen Fahrzeugen, konnte daher auch schwer einschätzen, wie viel so ein Wagen Wert ist. Nach einigen Recherchen und Verhandlungsgesprächen mit dem Besitzer fuhr dieser mit einem neuen Hyundai Accent vom Hof und der Firebird stand ganz frech auf meinem Autoplatz.

Ich beschäftigte mich daraufhin einen ganzen Nachmittag mit meinem Neuzugang. Nach einigen ausgiebigen Waschdurchgängen und einer intensiven Politur strahlte der Wagen, als käme er gerade aus der Fabrik. Optisch war er nun also in Ordnung. Mir war bekannt, dass die Kupplung total am Ende war, so fuhr ich damals also mit rutschender Kupplung zu meiner Werkstatt, die dieses Problem beheben sollte. Es wurde auch eine große Inspektion und ein Service sämtlicher Flüssigkeiten durchgeführt.

Der Wagen hat mir damals so viel Spaß gemacht, sodass ich ihn kurzerhand zu meinem Privat-Spielzeug machte. Der V8 Sound gefiel mir immer mehr und was gibt es schöneres, als mit geöffnetem Targadach über schöne Landstraßen zu cruisen. Im Prinzip war dieses ein relativ seltenes Exemplar, da er als Firebird mit V8 Motorisierung und manuellem Fünfganggetriebe gordert wurde. Die VIN bestätigte dies. Er besaß auch die schönen US-Spiegel und der Tacho zeigte seine Werte lediglich US Einheiten an.

Die gestreckte klassisch-sportliche Linie des Firebird faszinierte mich. Es war endlich einmal ein Wagen, den ich am liebsten immer nur angesehen hätte. Das special appearence package (der Rundumverbau) und der „alte“ Brettspoiler verfeinerten das Erscheinungsbild. Im Innenraum dominiert in allen 3rd Generation Firebirds Plastik, manche wollen es Kunststoff nennen, es ist und bleibt aber schlicht und ergreifend Plastik! Es knarrt an manchen Ecken  und fühlt sich nicht besonders hochwertig an. Dennoch liegt das Instrumentarium sehr logisch angeordnet und überschaubar im großen „Instrumentenbrett“.
 


Subjektive Fahreigenschaften

Der Wagen läuft sehr neutral, will jedoch eher gemäßigt bewegt werden. Man merkt sofort, dass er eher untersteuernd ausgelegt ist. Die Starrachse poltert ein wenig auf schlecht präparierten Straßen, sie macht sich jedoch nicht so stark wie in meinem Trans Am Turbo bemerkbar. Das Lenkrad ist für mein Empfinden etwas zu groß und klobig, die gesamte Lenkung vermittelt nicht wirklich viel Kontakt zur Straße.

Leider hat mich das manuelle Fünfganggetriebe etwas enttäuscht, da es sehr genau geführt werden möchte, und manchmal stark „eckt“. Ausserdem sind die Schaltwege für einen Sportwagen viel zu groß. Dem großen Hubraum sei Dank, kann man aber auf der anderen Seite auch sehr schaltfaul durch die Gegend fahren. 40 km/h im fünften Gang bei 600 RPM? Kein Problem!

Der Firebird ist in meinen Augen – zumindest in dieser Motorisierung – eher ein gemütliches Langstreckenfahrzeug, das nicht zum Rasen einlädt. Ich kam noch nicht in den Genuß, einen TPI, oder die Modelle mit den großen 350 cui Aggregaten Probe zu fahren.

Motordaten:

Motorart: V8 Saugmotor mit Zentraleinspritzung (TBI), Zweiventiltechnik

Hubraum: 5,0 Liter (305 cui)

Ventilsteuerung: Kettenantrieb

Leistung: 170 PS (125 kW)

Daten zum Fahrzeug:

Bezeichnung: Pontiac Firebird V8 Targa

Farbe Exterieur: rot

Farbe Interieur: schwarz

Baujahr: 1992

Laufleistung: 83.000 km

Serienausstattung: Klimaanlage, Servolenkung, Fahrerairbag, 15“ Alufelgen, T-Tops, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, Tempomat .

by Special Order: manuelles 5 Gang Getriebe

 

Autor: Matthias Breinesberger

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