Pontiac Firebird & Chevrolet Camaro

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Erlebnisbericht eines 1990 Firebird V6 Targa

 

Also die Sache mit den US-Cars im Allgemeinen, und mit dem Firebird im Besonderen - Ja das war nicht meine Schuld!
Schuld war so´n Kerl mit nem 6,6 Trans Am Der kaufte sich seine Zigaretten in einer Trafik die auf meinem Schulweg lag. Da stand nun sein T/A mit dieser unglaublich geilen MAD MAX Anlage (links und rechts hinter den Türen jeweils 4 Endrohre) und ich musste 2x die Woche daran vorbei, so etwas prägt einen.  An guten Tagen, das waren dann wirklich sehr gute Tage war ich gerade rechtzeitig da um seine abfahrt mitzuerleben. Nachdem er seinen Zündschlüssel umgedreht hatte, wurde es (wie jedes Mal zuvor auch) Zeit auf´s Knie zu fallen und ihm hemmungslos zu huldigen. Wenn er dann seinen 6,6er unter leichtem Schlupf der Hinterräder raus beschleunigte, und man ihn noch immer hören konnte obwohl er nicht mehr zu sehen war, war mir klar – DAS IST PURER SEX. Mit 12 Jahren wusste ich es ja auch noch nicht besser, heute weiss ich – ES IST BESSER! Die Schulzeit ging vorüber, die Wunde hatte sich geschlossen, als nach vielen Jahren dieser Kerl mein Arbeitskollege wurde.

Er hatte den T/A noch immer, riss meine Wunde wieder, und noch tiefer auf. Es war mir wieder einmal absolut klar so ein teil muss her.  Es folgten einige Arbeitsplätze, aber dieser Virus US-Car wollte nicht mehr von mir lassen. Ich hatte gerade bei einer neue Arbeitstelle angefangen, da musste ich feststellen, auf dem Parkplatz steht ein TA und der war auch noch zu verkaufen. Ich musste jetzt so ein Auto haben und aus. Leider war dieser Rot, hatte Automatik, und war leicht fertig – lauter Sachen die ich nicht wollte. Also ab zum nächsten Händler, da stand der neue Firebird in blau, mit Automatik (ich wollte doch schon immer Automatik, oder) und neu.

Es war Liebe auf den ersten Blick. Und so kam es, das ich im Mai 1990 überglücklicher Besitzer meines Traumautos wurde.
Kaum zuhause in der Garage angekommen, bekam er die US-Beleuchtung und seine US-Spiegel zurück. Jetzt sah er zwar toll aus, aber - nach kurzem zögern mussten dann doch schnellstens 8,5 x 15 American Racing Chrom Felgen mit 225/50 und 265/50 drauf. Das sah zwar nicht so richtig gut aus, war aber echt praktisch wenn man das Radhaus polieren wollte. Wollte ich aber nicht. Also mussten die 225er weichen und es wurden vorne auch 265er montiert. Das sah auch gleich viel besser aus
.

Aber meine Radhäuser waren wieder schmutzig. Damit das nicht so stark auffällt, musste sofort etwas dagegen unternommen werden. Also mal bei KTS vorbeigeschaut und ein neues Fahrwerk geordert, sollte ja vorne tiefer werden. Bei der Gelegenheit fand ich, das (meiner Meinung nach) absolut wichtigste Teil das man damals in einen Ami verbauen musste – HiJacks von Gabriel …….JaJa. Die ganze Umbauerei hatte zur folge, das jetzt die hinteren Reifen zu klein waren und getauscht werden mussten. Jetzt passten endlich die richtigen Reifen unters Auto, 275/60 das gab ihm einen coole Dragster Look. Die Optik war erst einmal ganz OK, nur der Sound war noch nicht das gelbe vom Ei. Also ab in die Garage, und einen neuen Auspuff aus zwei THRUSH Töpfen gebrutzelt. Weil ich sowieso schon dabei war, verlor der originale Luftfilter auch noch gleich seine Heimat. Er wurde von einem Power Rohr mit K&N Luftfilter abgelöst. Jetzt passt auch der Sound – Perfekt. Damit er nun endlich zeigen konnte was in ihm steckt, bekam er auch noch einen Hypertech Powerchip – hat ihm gut getan.

So nachdem jetzt die Outdoor Area Soundtechnisch gepimpt war, war jetzt die Indoor Area an der Reihe. Zuerst wurde der gesamte Wagen mit Dämmmatten ausgekleidet, und sämtliche klappernden Teile befestigt (viel Arbeit). Danach wurde eine vollaktive HiFi Anlage von Rockfort Fosgate eingebaut (noch sehr viel mehr Arbeit). Die vorderen Door Boards (3te Gen. die ersten beiden haben mir nicht gefallen) sind mit zwei 16er Kickbässen bestückt. In Armaturenbrett sind je ein Hochtöner und ein Mitteltöner verbaut. In den B-Säulen befindet sich jeweils ein Zweikomponenten System. In die Heckmulde wurde ein Bassreflex Gehäuse einlaminiert, in das zwei 30er Bässe in Push-Pull Anordnung eingebaut wurden. Zum Betreiben dieser 14 Lautsprecher wurden 3 RF Verstärker, ein 1 Farad Kondensator, ein EPX Soundprozessor, eine zweite Batterie, und eine zweite Lichtmaschine verbaut. Das ganze bringt eine Leistung von mindestens 1kw Sinus. Damit bin ich dann auch auf dieses oder jene "Sound Off" gefahren.

Jetzt wurde es Zeit an die Sicherheit zu Denken, deshalb wurde ein Car Alarm System eingebaut. Mit der Fernbedienung kann ich allerlei Funktionen ausführen, allerdings erst nach aufwendigen Umbauarbeiten. Tür auf und zu, Kofferraum auf – na eh Kloa, Fenster auf und zu – soso, Musik on - off, Garage Öffnen bzw. Schliessen Unterbodenbeleuchtung ein und aus – Lustig.

Eine Unterbodenbeleuchtung, ja so etwas habe ich auch eingebaut. War ein absolutes muss als es noch keiner hatte. Smart Windows habe ich selbst gebaut, zu einer Zeit als man die Schaltung noch nicht beim Conrad kaufen konnte. Die letzte grössere Sache waren meine neuen Felgen, 8,5 x 17 mit 245/40 und 10 x 18 mit 275/40 mit den Passenden Spurverbreiterungen vorne 52mm hinten 25mm das kann was. Aber jetzt hat der Rest nicht mehr so gepasst, also wurde vorne 20mm tiefer gelegt - hinten die HiJacks gegen rote Konis getauscht. Jetzt steht er einfach Geil da, und fährt sich auch so. Dieses Auto ist mein Hobby, ich weiss nicht mehr wie viel zeit ich schon in das Auto investiert habe, was ich alles umgebaut habe, und noch umbauen werde, aber es macht mir noch immer Freude. Sicher hätte ich auch gerne einen V8, aber ich denke gerade weil es ein V6 ist, habe ich ihn noch immer.

Subjektive Fahreigenschaften

Nachdem, und das muss an dieser Stelle unbedingt erwähnt werden, ich mir den Firebird Nigel Nagel Neu (die berühmten 3N – hat nichts mit 3E zu tun) für ca. 18500 € gekauft hatte, war ich eigentlich überrascht das sich ein Ami so gut Fahren lies. Da bekanntlich aber das Bessere des guten Feind ist, konnte sich der Originale Zustand nicht lange gegen die geplanten Tuningmassnamen zur wehr setzen. Was zur Folge hatte, das sich der Originale Endtopf, und der verwinkelte und sehr Drehmomentfreundlich, aber extrem Drehzahlfeindlich aufgebaute Ansaugtrakt am Schrott wieder gefunden haben. Der Erfolg lies nicht auf sich warten, und der zugeschnürte nicht sehr Drehwillige Motor wurde spürbar lebendiger und drehte jetzt wesentlich leichter hoch. Doch es kam wie es kommen musste, wie sollte es auch anders sein es reichte mir nicht. Also wurde noch schnell ein Hypertech Powerchip ein, und dafür der Kat ausgebaut. Das ganze Packet zusammen brachte nicht nur eine spürbare Leistungsverbesserung, nein auch Soundtechnisch war es eine echte Bereicherung – jawohl.

Da sich das Profil meiner Reifen in grauen Nebel auflöste, der zudem noch Penetrant nach verbranntem Gummi duftete wurde es zeit sich nach Ersatz umzusehen. Meine Wahl fiel, nach ein paar Tests auf Chrom Felgen in der Dimension 8,5x15 mit 265/50/15er BF Goodrich. Bei dieser Gelegenheit wurde auch gleich noch tiefer gelegt, zumindest vorn. Was ich hinten gemacht habe, ja da musste Gabriel mit seinen Hi Jacker herhalten. Im nachhinein betrachtet war das vielleicht nicht unbedingt die allerbeste Lösung, deshalb habe ich die Hi Jacks auch schnell wieder ausgebaut. Jetzt musste ich mich nach nur 15 Jahren Einsatzzeit schon wieder um neue Dämpfer umschauen, was allerdings auch höchste Zeit wurde. Ersatz fand ich bei Koni, teuflisch Rot und fein justierbar – unglaublich was gute Dämpfer bringen.

Nach diesem kurzen Vorwort nun zu den Fahreigenschaften: Gut. Mit einpaar Einschränkungen, die man allerdings auch positiv sehen kann. Der Lenkassistent: sehr praktisch wenn Spurrillen vorhanden sind, (eigentlich immer der Fall) einfach zurücklehnen und ohne viel Aufwand der Spur folgen. Die Luftfederung: ab einer gewissen Reifendimension übernehmen die Reifen einen teil der Federung mit, dieser Effekt wurde noch Positiv verstärkt als ich auf 275/60 an der Hinterachse aufrüstete. Narisch guat fürs Kreuz. Die Kombination aus Jacks und 275/60 ist ein wahrer Traum für jeden Sportlich eingestellten Autofahrer. Da meist nicht viel Luft in den Jacks war, hatten die Reifen sehr viel arbeit mit mir. Es ist schon ein tolles Gefühl wenn bei einer Bodenwelle das Auto aus den Federn gehoben wird, um beim einfedern gänzlich ohne Dämpfung auf den Gummibackln aufzusitzen. Wer da keine ordentlichen Reifen hat, hat dafür bald Rückenprobleme. Ausserdem kann es nicht schaden wenn man sich leicht zur Maritimen Seite der Fortbewegung hingezogen fühlt, da es sonst schon sein könnte das man Seekrank wird bei dem Geschaukel das die Reifen vollführen. Das Positivste an der ganzen Sache war wohl die Haftgrenze der reifen, es war durchaus eine hohe Kurvengeschwindigkeit möglich. Bis auf die Optik war das aber auch schon alles. Mit dem Einbau der Konis und der Montage der neuen Felgen 245/50/17 vorne und 275/50/18 hinten, wurde das alles anders nämlich SEHR VIEL BESSER. Die Negativen Seiten verschwanden und er ist jetzt super zu Fahren. Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt, ich habe jetzt häufiger Rückenschmerzen.

Der Vergleich

Motor: Original - Angenehm zu Fahren, a bissal müde vielleicht
Aktuell – Etwas weniger Drehmoment, dafür mehr Leistung bei höherer Drehzahl
Nach kurzer Testphase wurde der Kat wieder eingebaut, unterschied nur minimal und nur im obersten Drehzahlband. Was der Motorchip bringt ist nur schwer zu sagen, eine kleine Verbesserung im höheren Drehzahlbereich und Aufhebung der V-Max Abregelung

Verbrauch: im Durchschnitt 12 Liter Benzin und null Öl
Verschleiss: 2 x Original Lima, 1 x Lamdasonde, 1 x Temp. Sensor, 1 x Bremsbeläge vo + hi
Fahrwerk: vorne: Rancho Federn und Dämpfer - hinten: rote Koni + Original Federn
Fahrverhalten Sehr gutes Fahrverhalten, auf normalen Strassen OK auf schlechten etwas zu Hart

Warum 2 Limas? Aus reiner Verzweiflung habe ich vor vielen Jahren eine Lima von Mitsubishi eingebaut nachdem die zweite Delco gestorben ist. Das hat sehr gut funktioniert, und als mein Stromverbrauch gestiegen ist habe ich ganz einfach noch einmal dieselbe reingeschraubt. Die rechte versorgt die Autobatterie, die linke ist für die Batterie der Musikanlage zuständig. Zwei getrennte Stromkreise, keine Probleme – Perfekt.
 

Motordaten:

Motorart: V6, Zweiventiltechnik

Hubraum: 3,1 Liter

Ventilsteuerung: Kettenantrieb

Leistung: 144PS (103kW)

Daten zum Fahrzeug:

Bezeichnung: Pontiac Firebird Targa

Farbe Exterieur: Blau

Farbe Interieur: Grau

Baujahr: 1990

Laufleistung: 80.000 km

Serienausstattung: Automatik, Klimaanlage, Tempomat, usw.

by Special Order: Targa Dächer

Autor:
Christian "The Thrush"

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